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Wie bist Du zur Osteopathie gekommen?


Es ist nicht so, dass ich schon seit der Geburt gewusst habe, dass ich eines Tages als Heilpraktikerin osteopathische Behandlungen gebe. 😃 Aber ich hatte tatsächlich schon im jungen Teenageralter damit meine intensiven Berührungen. Denn ich hatte viel mit Rückenbeschwerden zu tun und war damit zu einer Zeit in osteopathischer Behandlung, als davon noch kaum einer gehört hatte. Ich würde jetzt gerne sagen können, dass die Osteopathie der-eine-große-Schlüssel-zum-endgütligen-Erfolg war. Ich bin einmal behandelt worden und die Rückenschmerzen waren ein für alle mal weg. End of Story. Klingt großartig, oder? Wie schön wäre eine Wunderpille, die ratzfatz alle Sorgen auf einmal löst?! Doch so einfach ist das nicht, vor allem bei chronischen Schmerzen. Auch bei mir war es nicht so einfach. Die Osteopathie hat mir große Erleichterung bei meinen körperlichen Beschwerden gebracht. Mindestens genauso wichtig war aber, dass ich das Thema Rückenschmerzen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten lernte. Ich beschreibe das mal an einem Beispiel, mit dem jeder etwas anfangen kann. Es war früher so normal für mich, Rückenschmerzen zu haben, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, dass es auch anders gehen kann. Entsprechend war mir überhaupt nicht klar, dass ich Rücksicht (wortwörtlich ;) ) auf mich nehmen könnte. Das Aha-Erlebnis kam, als ich mit einer Freundin wandern war, und wir viele, viele Treppen steigen mussten. Treppen steigen. Etwas, was mein Rücken schon immer doof fand. Es war Sommer und sehr heiß. Mein Kreislauf war angeschlagen und mein Rücken tat total weh. Ich wurde immer langsamer. Irgendwann schaffte meine Freundin es, endlich mal aus mir heraus zu bekommen, was eigentlich los war. „Aber warum sagst Du denn nichts?! Wir können doch Pause machen, langsamer gehen, unsere Tour so einrichten, dass es Dir und Deinem Rücken auch gut dabei geht!“, war ihre Reaktion. So seltsam das heute klingt, aber damals wäre ich nicht von mir aus auf die Idee gekommen. „Das hat man halt, damit muss man sich arrangieren, da muss man halt durch!“, war meine selbstverständliche Einstellung dazu. Vielleicht kennst Du solche Sätze auch von Dir? Und das verstehe ich auf Grund meiner Erfahrung sehr gut. Aber meine heutige Antwort ist: Nein, muss man nicht! Zumindest nicht, in dem man „die Zähne zusammenbeißt, und einfach so weiter macht wie immer“.




Welchen Einfluss hat Deine Geschichte auf Deine Arbeit heute?


Heute weiß ich, wie viel leichter das Leben sein kann, wenn man nicht ständig mit Schmerzen zu tun hat. Ich habe auch heute manchmal noch Rückenschmerzen, aber viel seltener. Ich halte (Rücken)schmerzen heute auch nicht mehr für „normal“. Ich bin viel achtsamer mit mir geworden. Ich kenne meine Grenzen. Wenn die Schmerzen mal wieder kommen, weiß ich viel schneller, was los ist und womit sie zusammenhängen. Ich kann einschreiten, bevor sie stark werden. Sie sind dann zwar da, sind aber nicht mehr so „lebensbestimmend“. Ich weiß, was mir gut tut und handle entsprechend danach. Ich weiß, was ich selbst tun kann und wie ich mir helfen lassen kann. All das klingt erstmal so selbstverständlich, banal und logisch. Aber wenn ich mir meine Patient*innen anschaue, stelle ich fest, dass viele das theoretisch wissen, aber die wenigsten von ihnen handeln danach. Die Liste an Gründen und Glaubenssätze ist lang.

  • Sie verhalten sich so, wie alle in ihrem Umfeld (nämlich unachtsam mit sich). Kämen also gar nicht auf die Idee, es anders zu machen.
  • Sie sind zu sehr damit beschäftigt zu „funktionieren“.
  • Sie haben bewusst oder unbewusst Angst davor, was andere über sie denken, und erlauben sich nicht für ihre Grenzen einzustehen und auf sich selbst Acht zu geben.
Aus der Praxis weiß ich heute: Manchmal ist es tatsächlich „ganz einfach“, mit wenigen Behandlungen ist das Problem gelöst. Das ist aber eher die Ausnahme als die Regel. In den meisten Fällen hilft Osteopathie sehr, ist aber nur ein Baustein von mehreren für nachhaltigen Erfolg.
Denn bestimmte Einstellungen umzulernen, braucht Achtsamkeit, Übung und Zeit. Es ist nicht nur die eine Therapieform, die zum Erfolg führt. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Aspekten und (meistens) nicht mal eben mit drei mal „schnips“ oder „knick knack“ machen, getan. Es gibt, gerade bei chronischen Schmerzen, keine Zauberformeln. Es ist ein Prozess, bei dem wir immer mal wieder auf verschiedene Aspekte schauen müssen. Bei dem es darum geht, seine eigenen Themen zu verstehen seinen Körper kennenzulernen und eigenmächtig damit umgehen zu können. Und genau das ist das, was ich an meiner Arbeit liebe: die Patient*innen als den gesamten Menschen sehen und daran arbeiten, dass sie nachhaltig ein beschwerdefreies Leben führen.




Wie kann ich mir denn Deine Behandlung vorstellen?


In der Arbeit mit meinen Patient*innen ist es mir sehr wichtig, dass der Körper nicht als ein „Ersatzteil-Lager“ behandelt wird, in dem einzelne Teile kaputt sind und nun repariert werde sollen. Unser Körper ist eine Einheit und das Eine hängt unmittelbar mit dem Anderen zusammen. Auf den ersten Blick ist uns das oft nicht ersichtlich, denn der Blick auf die Gesundheit in unserer Gesellschaft ist sehr fragmentiert. Das ist eben das Besondere an meiner Arbeit: Ich schaue mir den ganzen Körper und alle Zusammenhänge an. Deshalb steht gleich zu Anfang ein umfangreiche Anamnese im fordergrund: um zu erkennen, welche vielfältigen Aspekte einen Einfluss auf die Beschwerden haben, welche wir lösen wollen. Darauf folgt die erste osteopathische Behandlung. Anschließend sprechen wir über die verschiedenen Aspekte, die eine Rolle spielen könnten und stecken gemeinsam ab, welche dieser Punkte aktuell realistisch angegangen werden können. Das geht von Achtsamkeitsübungen über Verhaltens- und Bewegungsveränderungen bis zu Ernährungsumstellungen. Falls Bedarf besteht, empfehle ich an entsprechende Therapeuten (Ernährungsberater, Bewegungstherapien etc.) weiter, die auf das jeweilige Thema spezialisiert sind. Entscheidend ist dabei, dass wir gemeinsam festlegen, was der nächste Schritt ist. Denn der beste Plan ist immer der Plan, der auch umgesetzt wird. Es bringt nichts, wenn ich mit 1000 tollen Ideen um die Ecke komme, diese aber alle überhaupt nicht zu dem passen, wo man sich gerade befinden. Darauf abgestimmt gebe ich dann Eigenübungen mit und verschreibe pflanzliche Mittel (Tees, Tropfen, Einreibungen), welche sowohl auf seelischer als auch auf körperlicher Ebene helfen und begleiten.




Vita


Praxis Selbstständig als Heilpraktikerin in eigener Praxis seit 2017 Assistenz im Naturheilzentrum Scholz Assistenz in der Chiropraxis Fliegel Ausbildungen/Weiterbildungen Osteopathieausbildung an der SKOM. (5. Jahre) Ausbildung in Kräuterkunde bei Daniela Wolff (1. Jahr) Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde Ausbildung zum Heilpraktiker an der Abis-Heilpraktikerschule (2. Jahre) Ausbildung zu Tanzpädagogin an der Lola Rogge Schule Abitur Schülerin des Heinrich Heine Gymnasiums in Hamburg Schülerin der American International School of Budapest




Wie bist Du dazu gekommen, Heilpraktikerin zu werden und osteopathisch zu arbeiten?


Mir war sehr früh klar, dass ich therapeutisch arbeiten möchte. Nicht zuletzt auf Grund meiner persönlichen Geschichte. Mir war auch immer klar, dass ich nicht bloß auf körperlicher Ebene oder bloß auf psychischer Ebene arbeiten wollte, sondern dass die beiden zusammengehören und deshalb auch nicht getrennt von einander betrachtet werden sollten. Emotionen zeigen sich nun mal über den Körper und unser Körper hat direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden. Auch wenn uns unsere Themen nicht immer bewusst sind - unser Körper kennt sie und zeigt sie uns. Ursprünglich war mein Plan, Medizin zu studieren und anschließend eine psychotherapeutische Ausbildung zu machen. Aber die „klassischen“ Psychotherapien waren mir bei genauerer Betrachtung zu abgeschnitten vom Körper. Nach der Schule fühlte ich mich erstmal noch zu jung, um diesen Weg direkt einzuschlagen - da fehlte einfach noch ein bisschen Lebenserfahrung. Als Teenager hatte ich die Tanztherapie kennen und lieben gelernt, da sie die Brücke schlägt zwischen der mentalen und der emotional-körperlichen Ebene. Um etwas „Artverwandtes“ zu machen, auf das ich aufbauen konnte, habe ich eine Ausbildung als Tanzpädagogin absolviert. Viel spannender als die Choreographien und Tanzschritte, die ich lernte, fand ich allerdings die Fragen:

  • Warum tauchten bei der einen Person immer die einen Beschwerden, bei jemand anderem völlig andere auf?
  • Warum fielen dem einen bestimmte Bewegungen so schwer, und dem anderen völlig andere?
  • Was hatte es mit den emotionalen und körperlichen Hürden, die uns täglich begegneten, auf sich und wie kann man ihnen begegnen?
  • Was kann man da unterstützend machen?
Mit diesen Fragen gewappnet, habe ich im Anschluss eine zweijährige Heilpraktikerausbildung gemacht, wo es um medizinisches Wissen ging: Anatomie, Physiologie, Pathologie. Das war spannend und ich bekam einen Einblick in verschiedene therapeutische Ansätze. Dabei entdeckte ich die Pflanzenheilkunde für mich und erinnerte mich auch an meine „Wurzeln“, an das, was mir selbst mal so gut geholfen hatte: die Osteopathie. Als ich die Erlaubnis zur Heilkunde erteilt bekommen hatte, machte ich direkt im Anschluss mehrere Fässer auf: Ich habe sowohl eine einjährige Pflanzenheilkunde-Ausbildung bei Daniela Wolf absolviert, als auch die Osteopathie-Ausbildung an der SKOM, die sage und schreibe fünf Jahre gedauert hat. :-) Parallel zu den Ausbildungen habe ich immer praktisch gearbeitet. Zuerst war ich als Heilpraktikerin im Ambulatorium der ABIS-Heilpraktikerschule unter Aufsicht einer erfahrener Kollegin tätig. Anschließend habe ich noch eine Assistenz im Naturheilzentrum Scholz gemacht. Seit 2017 bin ich in eigener Praxis tätig und kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen. Ich liebe es, meine Patient*innen kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören. Denn, auch wenn sich Beschwerden oft ähneln, ist die Geschichte dahinter und damit auch der Therapieansatz immer anders. Und so ist es auch für mich jedes Mal spannend herauszufinden, wie wir vorgehen werden und wo die Reise hingeht. Ich liebe den Raum und die Ruhe, die ich in der Praxis geben kann. Dass wir wirklich Zeit haben, uns Themen zu widmen, die im Alltag oft keinen Platz finden. Es macht mir große Freude, zu sehen, wie es den Patient*innen meist schon nach der ersten Behandlung viel besser geht. Sie sind viel energiegeladener und besser drauf als sie reingekommen sind. Und die langfristigen positiven Veränderungen bei Patient*innen mitzuerleben, die die Behandlungen mit sich bringen - das macht mich wirklich glücklich. Denn ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir in einer freundlicheren Welt leben würden, wenn es möglichst vielen Menschen gesundheitlich besser ginge. :-) Alle Infos zu meiner Behandlung findest Du unter Therapieangebot. Ich freue mich, auch Dich auf Deinem Weg zum beschwerdefreien Leben zu begleiten.




Und was machst Du so, wenn Du gerade nicht in der Praxis bist?


Zum Tanzen komme ich heute leider nur noch selten, dafür verbringe ich umso mehr Zeit auf meiner Yogamatte. Meine neueste Herausforderung: Handstand lernen! Ich bin Veganerin und lebe mit meinem omnivoren (alles-essenden ;-) ) Partner zusammen in meinem sehr geliebten Heimathafen Hamburg. Wenn ich mal nicht in Hamburg bin, findet man mich meist auf schneebedeckten Pisten in den Alpen oder auf einer Entdeckungstour in mir noch unbekannten Ländern Süd-Ost-Asiens. Ich bin ein echtes Großstadtkind, verbringe aber auch liebend gerne Zeit in der Natur, und versuche das so oft es geht möglich zu machen. Ich genieße es dann, mit den Pflanzen „in Kontakt zu treten“, ihre jeweils eigenen Charaktere und Verhalten kennenzulernen und mich von ihrer Ruhe und Kraft beschenken zu lassen. Dazu gehört für mich auch, Wildpflanzen zu sammeln, um daraus Leckeres für Küche und Gesundheit herzustellen. Falls Dich das auch interessiert, schau gerne bei meinen Workshops rein!





Herzlich willkommen :-)

 

Hier spreche ich, Amke, über meine Arbeit als Heilpraktikerin, Osteopathin und Pflanzenheilkundlerin.

 

Erfahre mehr über mich, meine berufliche und persönliche Geschichte, meine Arbeit mit meinen wunderbaren Patient*innen und über meine Mission.

 

Finde heraus, was Du tun kannst, wenn Dich Schmerzen oder andere Beschwerden begleiten, Dir die Energie rauben, die Du eigentlich in Dich, Deine Wünsche, Ziele und Projekte investieren möchtest.

Über mich

Bilser Straße 9 

22297 Hamburg

Amke Buss

Heilpraktikerin

Tel: 01577 176 4327

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